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Weihnachten und zwischen den Jahren ist der Moment, in dem das Leben entschleunigt wird. Das Land kommt zur Ruhe, es ist Zeit für Familie, Freunde und ruhige Abende zuhause.
Diese Zeit ist auch als Zeit der Rauhnächte bekannt. Die erste Rauhnacht beginnt um Mitternacht des 24. Dezembers, die letzte Rauhnacht endet um Mitternacht des 5. Januars. Mancherorts beginnen die Rauhnächte bereits am 21. Dezember. Die Tage sind kurz und die Nächte umso länger. Man kann sich heute kaum vorstellen, wie die kurzen Wintertage wohl für die Menschen waren, bevor es Lampen, Fernseher und Zentralheizungen gab. Im Kerzenschein den Abend zu verbringen, und zwar nicht, weil man es gemütlich findet, sondern weil es damals einfach die einzige Möglichkeit war.
Die Zeit zwischen den Jahren fühlt sich heute manchmal schon ein wenig unwirklich an – der Effekt wird damals nur noch größer gewesen sein. Jede Nacht steht für einen Monat im Jahreskreis. 12 Nächte, 12 Monate für das kommende Jahr.
Und genau in dieser winterlichen Ruhe geschah im Wildpark Schwarzach so einiges.
Alle Zwergziegen gebärten Jungtiere, ebenso durften wir uns um ein Dahomey-Kälbchen freuen.
Nun flitzen im Stall 7 junge Zicklein umher. Eine wahre Kindergartenschar, die erstmal hinter den Kulissen bleiben durfte. Jetzt, nach Silvester, konnten die Kleinen fit auf der Anlage umherstoben. Mit ihrer Neugier und ihrem Entdeckungsdrang wird alles spielerisch erkundet, beklettert und beschnuppert. So viele Spielgefährten auf einmal, was ein Traum.
Auch das Dahomey-Kälbchen lässt sich nicht zügeln und springt durch die Anlage. Die Mutter flitzt manchmal hinterher oder „muht“ es an, dann hält es kurz inne nur um als noch größerer Wirbelwind seine Mutter zur Verzweiflung zu treiben.
Es ist schön zu sehen, dass alle Tiere wohlauf sind und wir sind dankbar, dass die ruhige Jahreszeit durch so viele Weihnachtswunder verschönert wurde.