
Klein, gestreift und aufgeweckt: Der Zebrafink
Der Zebrafink beschreibt eine Vogelart innerhalb der Prachtfinken, die in vielen Ländern seit Beginn des 20. Jahrhunderts als beliebter Ziervogel gehalten wird.
Seinen Namen hat der Zebrafink eindeutig seinem Aussehen zu verdanken. Bei den Männchen sieht man die charakteristische Zeichnung an der Kehle, welche durch feine schwarz-weiße Querstreifen an ein Zebramuster erinnert. Darunter ist ein schwarzes Band erkennbar, durch das sich die gestreifte Kehle von dem hell beigefarbenen Bauch deutlich absetzt. Bei den Weibchen fehlen die Zebrazeichnung und der auffallende orange-rote Wangenfleck der Männchen. Beide Tiere haben aber einen leuchtend roten Schnabel.
Mit knappen 11 cm Körpergröße und 10 Gramm Gewicht sind die kleinen, flinken Tierchen in ihrem natürlichen Lebensraum in Australien anzutreffen. In domestizierter Form sind die Tiere etwas größer und auch schwerer. Der Zebrafink besiedelt hauptsächlich trockene Lebensräume, da sie ungern in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit leben, Baden tun die Tiere dennoch sehr gerne und deshalb befindet sich meist eine Wasserstelle in der Nähe. Dort leben sie zusammen in Gruppen, denn die Tiere sind äußerst gesellige Schwarmvögel.
Die Zebrafinken zwitschern nicht, sondern lassen am häufigsten ein kurzes "dät" hören. Das ist ihr Stimmfühlungslaut, mit dem Zebrafinken sich vergewissern, dass ihr Partner oder die Gruppenmitglieder in der Nähe sind. Haben sie sich zu weit von der Gruppe entfernt ist ein Distanzruf zu hören, mit dessen Hilfe sie sich wieder zusammenfinden.
Die Nahrung der kleinen „Luft-Zebras“ beschränkt sich hauptsächlich auf Grassamen und Fluginsekten. Paarungsbereit sind sie bei günstigen Bedingungen das ganze Jahr über.
Bei der Balz singen die Zebrafinkmännchen um die Aufmerksamkeit der Damen auf sich zu ziehen.
Haben sich zwei Tiere gekreuzt, legt das Weibchen mehrere Tage hintereinander ca. 4 bis 6 Eier in das gebaute Nest, diese werden für zwei Wochen bebrütet, bevor die Jungtiere schlüpfen. Bei der Brut wechseln sich beide Elterntiere ab. Auch bei der Fütterung wechseln sich die Elterntiere ab, bis die Küken groß genug sind.
Nach drei Wochen in der Obhut der Eltern verlassen die Jungtiere das Nest, kehren aber am Anfang noch einige Zeit in der Nacht zurück um einen sicheren Schlafplatz zu haben.
Mit rund 3 Monaten (Ende der Jugendmauser) wird das Weibchen geschlechtsfrei, die Männchen folgen ungefähr einen halben Monat später.
Die Lebenserwartung der Tiere beträgt zwischen 5 und 10 Jahre.
Das Besondere an diesen Tieren: Bei großer Hitze können sie mehrere Wochen ohne Trinken überleben, da sich die Konsistenz von Blut und Harn der Trockenheit anpasst, um den Vogel vor Austrocknung zu schützen.
Zerbrafink-Männchen
Zebrafink-Weibchen
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