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Musik

Jubiläumsabend der Liedertafel

Zunächst war durch 1. Vorsitzende Ursula Letz die formelle Begrüßung zu übernehmen. So gehörten an diesem besonderen Abend Oberbürgermeister John...
Alle Chöre auf und vor der Bühne
Finale der Liedertafel ChöreFoto: Foto Uthe

Zunächst war durch 1. Vorsitzende Ursula Letz die formelle Begrüßung zu übernehmen. So gehörten an diesem besonderen Abend Oberbürgermeister John Ehret, der auch ein Grußwort sprach, die Bundesverdienstkreuz-Träger Wolfgang Müller und Wolfgang Stern, die Gemeinderäte Lisa-Marie Müller (mit Babytochter auf dem Arm), Britta Kettenmann, Florian Mattheier, die Altgemeinderäte Hans Appel und Michael Reinig und viele weitere Leimener Prominente zur Riege der Gäste.

Und schon nach den Grußworten gehörte die Bühne dann ganz der Musik. Gleich zu Beginn wurde klar, dass dieser Abend keine trockene Rückschau auf 130 Vereinsjahre werden würde. Als PRO ARTE mit Johannes Brahms’ „Waldesnacht“ einsetzte, wurde es still im Saal. Man hörte erst den Flügel, dann die Stimmen, dann fast nichts mehr außer diesem dichten Klang, mit „In stiller Nacht“ blieb PRO ARTE zunächst bei Brahms. Danach öffnete sich das Programm. „Trionfi Amore“ aus „Orpheus und Eurydike“ brachte einen anderen Ton in den Abend, bevor mit „Ja, das Schreiben und das Lesen“ aus dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß ein Stück mit Hans-Josef Overmann als Solisten folgte. Die Jubiläumsfeier zeigte damit früh, was diesen Verein seit Jahrzehnten trägt: Ernsthaftigkeit in der musikalischen Arbeit und zugleich die Lust, dem Publikum einen unterhaltsamen Abend zu schenken.

Nach diesem Auftakt übernahmen die SINGING DREAMS. Schon der erste Titel setzte ein Zeichen. „Das ist die Liebe der Matrosen“ kam mit dem passenden Augenzwinkern, und als die Sänger dazu in Matrosenmützen auftraten, war das Bild komplett. Mit „Bel Ami“ knüpfte das Ensemble einen charmanten Bogen hin zu Pepita“ und rundete den Auftritt ab. Die Sänger ließen die Lieder nicht einfach nur erklingen, sie spielten mit ihnen.

Mit POPCHORN wechselte die Stimmung. Der Chor brachte „Viva la Vida“ von Coldplay, „Africa“ von Toto und „Knockin’ on Heaven’s Dor“ von Bob Dylan auf die Bühne. Das war der Teil des Abends, in dem man im Publikum immer öfter Köpfe im Takt nicken sah. Auch optisch zog dieser Auftritt. Das rote POPCHORN-Schild am Flügel, die lockere Präsenz auf der Bühne, die modernen Arrangements von Mark Brymer Eric Grunwald und Tim Müller gaben dem Jubiläumsprogramm eine klare Gegenwart.

Gerade darin lag die Stärke des Abends: Die Liedertafel zeigte nicht nur, woher sie kommt, sondern auch, was heute in ihr steckt. Kein Programmpunkt stand verloren neben dem anderen. Die Stücke griffen ineinander wie ein Liederbuch.

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