
Mit den ersten milden Nächten hat in Baden-Württemberg die Krötenwanderung begonnen. Tausende Amphibien wie Erdkröten, Grasfrösche und Molche machen sich derzeit auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern – oft quer über Straßen. Der NABU Baden-Württemberg ruft Autofahrerinnen und Autofahrer deshalb zu besonderer Vorsicht auf.
Besonders aktiv sind die Tiere im milden Rheintal, wo sie sich in dieser Jahreszeit an ihren Laichplätzen zu ganzen „Hochzeitsgesellschaften“ versammeln. Doch nicht nur der Hinweg birgt Gefahr: Nach dem Laichen kehren die Tiere in ihre Sommerlebensräume zurück und sind erneut Verkehrsrisiken ausgesetzt.
„Wer jetzt langsam fährt und Durchfahrverbote beachtet, rettet Leben – nicht nur das der Tiere, sondern auch das der freiwilligen Helferinnen und Helfer an den Krötenzäunen“, sagte NABU-Amphibienexperte Hans-Joachim Bek. Bereits wenige Nächte mit Temperaturen über fünf Grad genügten, um die Wanderlust der Amphibien auszulösen.
Weil vielerorts Amphibientunnel fehlen, stellen Naturschützer entlang von Straßen Zäune auf, die die Tiere in eingegrabene Eimer leiten. Von dort tragen Ehrenamtliche sie täglich sicher über die Straße. Wer selbst mithelfen möchte, kann sich an örtliche NABU-Gruppen wenden.