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Naturpark pflanzt mit Oberkircher Winzern Hecken mit Gesamtlänge von 460 Metern

Abschluss des Naturpark-Projekts „Blühende Weinberge“ zur Nutzung brachliegender Rebflächen und zum Erhalt der Biodiversität Zum Abschluss seines...

Abschluss des Naturpark-Projekts „Blühende Weinberge“ zur Nutzung brachliegender Rebflächen und zum Erhalt der Biodiversität

Zum Abschluss seines zweijährigen Projekts „Blühende Weinberge“ hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit den Oberkircher Winzern am 16. Dezember auf bereits länger brachliegenden sowie frisch gerodeten Rebflächen in Kappelrodeck Hecken mit einer Gesamtlänge von 460 Metern gepflanzt. „Mit den neuen Heckenstrukturen schaffen wir wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Zugleich erhalten wir das charakteristische Landschaftsbild unserer Weinberge. Für mich ist diese Aktion heute der Höhepunkt in unserem Projekt ‚Blühende Weinberge‘!“, sagt der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker, bei der Pflanzaktion in Kappelrodeck.
Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern setzten Winzer des Winzerkellers Hex vom Dasenstein mit Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Schülerfirma „Rebgeister“ sowie der 10. Klasse der Schlossbergschule Kappelrodeck 680 Gehölze, darunter 31 verschiedene Baum- und Straucharten. Beeindruckt von der Motivation der Schülerinnen und Schüler zeigt sich der Qualitätsmanager Weinbau der Oberkircher Winzer, Frank Männle. „Ihr habt voller Tatendrang dabei mitgeholfen, mehrere hundert Gehölze einzupflanzen. Das ist eine super Gemeinschaftsaktion!“, sagt Männle an die Jugendlichen gerichtet.
Gepflanzt wurden u. a.: Hundsrose, Weinrose, Schlehe, Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Heckenkirsche, Traubeneiche, Eingriffeliger Weißdorn und Besenginster. Substrat für die Pflanzen lieferte der Naturpark-Partner corthum aus Marxzell. Die bislang brachliegenden Flächen werden damit nicht nur optisch aufgewertet. Sie bieten auch Lebensraum für Tiere. So finden beim Eingriffeligen Weißdorn 41 Wildbienen-, 76 Raupen-, 23 Schwebflieg-, sechs Käferarten und zahlreiche Vogel-Arten Unterschlupf. Der Besenginster wiederum bietet Futter für Raupen von 57 einheimischen Schmetterlingsarten.
Im Rahmen des Naturpark-Projekts hatten die Oberkicher Winzer bereits im Frühjahr 7.000 Quadratmeter Böschungen als Wildblumenwiesen eingesät. Der Neugestaltung der brachliegenden Flächen durch den Naturpark und die Winzer misst der Bürgermeister der Gemeinde Kappelrodeck, Stefan Hattenbach, einen hohen Wert bei. „Wir haben im Weinbau zunehmend das Problem, dass Flächen brachfallen. Die heutige Aktion zeigt eine schöne Möglichkeit, wie diese Flächen weiterhin sinnvoll genutzt werden können. Auf diese Weise erhalten wir unsere typische Kulturlandschaft in der Schwarzwälder Vorbergzone“, führt Hattenbach bei der Pflanzaktion am Dienstag aus.

47.000 Quadratmeter mit Wildblumenwiesen und Hecken aufgewertet
Mehr Artenvielfalt in die heimischen Weinberge bringen und die Kulturlandschaft der Vorbergzone erhalten: Das war das Ziel des Projekts „Blühende Weinberge“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Gemeinsam mit Flächen-Besitzenden und -Bewirtschaftenden wurden brachliegende Flächen an Rebhängen mit deutlich reduziertem Pflegeaufwand wieder nutzbar gemacht. Anhand von Wildblumenwiesen oder Heckenstrukturen wurden die Flächen einerseits zum Lebensraum für heimische Tierarten. Andererseits verwilderten die Flächen nicht weiter und wurden optisch aufgewertet.
Das Naturpark-Projekt „Blühende Weinberge“ wurde im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes Baden-Württemberg mit einer Laufzeit von zwei Jahren gefördert. In diesem Zeitraum sind 47.000 Quadratmeter auf rund 15 Flächen mit Wildblumenwiesen und Heckenbepflanzung ökologisch aufgewertet worden.

Hintergrund: Das Projekt „Blühende Weinberge“
Um das identitätsprägende Kulturgut und den Lebensraum Weinberg zu erhalten, unterstützte der Naturpark im Rahmen seines Projekts „Blühende Weinberge“ Besitzende und Bewirtschaftende von brachliegenden und bewirtschafteten Flächen im Weinberg. In Zusammenarbeit mit Projektteilnehmenden wie Gemeinden und Städten, Verbänden und Vereinen sowie Unternehmen und Privatpersonen wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Einsaat hochwertiger, heimischer und mehrjährig blühender Wildblumenmischungen, Umstellung der Pflege oder Anlage von Kleinstrukturen mit Gehölzen. Der Naturpark organisierte zudem Fachvorträge. Außerdem unterstützte er die Umsetzung von Initialmaßnahmen mit Fördermitteln.

Erscheinung
Mitteilungsblatt Stadt Sulz am Neckar
Ausgabe 02/2026
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