
Die baden-württembergische Kleinkunstszene freut sich. Auch 2026 wird in der Landeshauptstadt um den „Goldenen Bullen“ gekämpft. Und zwar nicht mit den Fäusten, sondern mit den Lachmuskeln des Publikums. Initiator Christoph Sonntag lädt nach der erfolgreichen ersten Runde auch 2026 wieder jeden Monat zwei Kleinkünstler*innen zum spaßigen Duell ein. Gekämpft wird sowohl um die Gunst des Publikums als auch um ein Ticket zum großen Finale im Dezember. Und auch hier gilt: Die Jury ist das Publikum und bestimmt anhand festgelegter Kategorien, wer es ins Finale schafft. Dort werden die Gewinner dann mit dem Goldenen, Silbernen und Bronzenen Bullen gekürt – inklusive hoch dotiertem Preisgeld.
Gemeinsam mit Christoph Sonntag präsentieren wir auf NUSSBAUM.de monatlich die Kandidatinnen und Kandidaten im Interview ... Dieses Mal mit Lokalmatadorin Elena Seeger, die am Mo., 09.02.26, 19 Uhr im Spardawelt Eventcenter Stuttgart (Am Hauptbahnhof 3, 70173 Stuttgart) im schwäbisch - bayrisch-schwäbischen Duell auf der Bühne stehen wird. Mitbewerber um den Applaus ist an dem Abend der - ebenfalls musikalische - David Berlinghof.
Elena Seeger ist Liedermacherin, Musikkabarettistin, schwäbische Chansonière und Trägerin des Förderpreises des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2025 sowie des Landespreises für Dialekt 2024. Mit Gitarre, Charme und einem feinen Gespür für das Unkonventionelle widmet sie sich in ihrer Musik den großen und kleinen Fragen unserer Zeit. Ihre Lieder bewegen sich zwischen Humor, Hintersinn, Alltag und Absurdität und laden liebevoll zum Mitlachen, Mitjammern und Nachdenken ein. Neben hochdeutschen Songs begegnet man immer wieder ihrer Liebe zum schwäbischen Dialekt – warm, eigenwillig und überraschend poetisch.
NUSSBAUM.de: Wie und wo hast du vom „Goldenen Bullen" erfahren?
Elena Seeger: Über die Veranstalter an einem lauschigen Büronachmittag.
NUSSBAUM.de: Was war Deine Reaktion, als Du mitbekommen hast, dass Du in unserem Wettkampf mitmischen darfst?
Elena Seeger: Yay!
NUSSBAUM.de:Was weißt Du über Stuttgart und die Schwaben?
Elena Seeger: Gebürtig „vo dr Alb ra“ aus dem idyllischen Killertal und als Wahl-Stuttgarterin seit etwa 17 Jahren on/off habe ich nach vielen Feldversuchen folgendes Bild von Stuttgart erlangt: Ingenieur bei Bosch. Trotzdem habe ich mit der Zeit eine liebevolle Beziehung zu dieser Stadt aufgebaut – mit und vielleicht auch wegen der Schwaben und Ingenieure.
NUSSBAUM.de: Was findest du an uns besonders toll, was besonders witzig?
Elena Seeger: Besonders toll ist der überaus ästhetische Dialekt und die robuste Mentalität. Besonders lustig ist der überaus bildreiche Dialekt und die robuste Mentalität.
NUSSBAUM.de: Wie kamst du auf die Idee, auf die Comedy-Bühne zu gehen?
Elena Seeger: Ich war schon immer unfreiwillig lustig.
NUSSBAUM.de: Was war Dein witzigstes, was Dein beeindruckendstes und was Dein peinlichstes Erlebnis auf der Bühne?
Elena Seeger: Beeindruckend war für mich, als ich vor ein paar Jahren eine schwäbisch-hochdeutsch-englische Sondervariante meines Programms in Michigan/USA in einem sehr schönen Theater performt habe – mit der Erkenntnis, dass die süddeutsche Kultur, ihr Humor und ihre besonderen Eigenarten dort auf großes Interesse stießen und durchaus globales Potenzial in ihnen steckt.
Am witzigsten sind für mich selbst unerwartete Momente, oft im Zusammenspiel mit dem Publikum – aber wie das mit Situationskomik so ist, ist sie beim Nacherzählen meist nicht mehr sonderlich komisch.
Meine peinlichsten Bühnenmomente habe ich verdrängt.
NUSSBAUM.de:Was würde es für Dich bedeuten, wenn Du den "Goldenen Bullen" erhältst?
Elena Seeger: Es wäre mir eine große Ehre.
Wie das schwäbisch-musikalische Duell ausgehen wird, wird sich am 09.02.26, 19 Uhr, zeigen. Musik dazu gibt es von den Quasi-Local-Heros „Golden Legends“ mit Berti Kiolbassa & Cherry Gehring (PUR). Moderiert wird der Abend übrigens von Gastgeber Christoph Sonntag persönlich.