Baden-Baden ist nicht nur Sommerhauptstadt, sondern auch die heimliche Rosenhauptstadt Europas. Und das geht Hand in Hand, denn mit den ersten Sommersonnenstrahlen entfalten sich an den Schwarzwaldhängen auch die Rosenblätter. Mit dem Rosenneuheitengarten auf dem Beutig hat die Stadt ein wahres Kleinod für Rosen-Fans zu bieten, das sich vor renommierten Prüfgärten in Paris, Rom und dem englischen St. Albans nicht verstecken muss. Und der jährlich stattfindende Rosenneuheitenwettbewerb gilt als einer der bedeutendsten in Europa.
Grund genug, dass sich auch das dritte Aushängeschild der Stadt dem Thema widmet: Auf dem Programm im Festspielhaus steht zum Start in den Sommer bei den Pfingstfestspielen vom 17. bis 24. Mai – wie könnte es anders sein? Der Rosenkavalier! In Richard Strauss‘ Opernklassiker brilliert ein exzellentes Solistenensemble – denn das Werk ist ein wahres Sängerfest.
Seit der Uraufführung 1911 hat Strauss‘ „Komödie für Musik“ mit dem Libretto von Hugo von Hofmannsthal die Schauspielhäuser dieser Welt erobert – mit einem unterhaltsamen Wechselspiel von Liebe, Maskerade, Intrige und Happy End. Dass man auch hier neue, moderne Wege gehen kann, und keine verstaubte Arien-Orgie erwarten muss, dafür sorgt Dirigent François-Xavier Roth mit seinem Team am So., 17. und So., 24.05., jeweils um 16 Uhr.
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So ist Titelheld, Rosenkavalier Octavian – für den Komponisten eine „Hosenrolle“, also eine weibliche Sängerin in einer Männerrolle, mit der er selbst „meistens die talentvollste Sängerin des Theaters“ besetzt sehen wollte, auch in Baden-Baden so gesetzt - von Emily D’Angelo lässt sich jedenfalls nicht sagen, dass es ihr an Talent mangelt. Die kanadische Mezzosopranistin gewann als erste Sängerin alle vier Hauptpreise beim Operalia-Wettbewerb, sie startet an der Met, in Wien, München, Paris und Covent Garden durch. Mit ihrem herben Mezzosopran und dem androgynen Look ist sie für die Produzenten wohl die Wunschkandidatin für die Rolle gewesen.
Auch ihre Bühnenpartnerin ist international gefragt. Julia Kleiters Interpretation der Feldmarschallin bejubelte das Publikum bereits an der Wiener Staatsoper und an der Lindenoper Berlin. Und als i-Tüpfelchen brilliert Jonathan Tetelman in der ebenso kurzen wie gefürchteten Partie des italienischen Sängers. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger vom SWR Symphonieorchester und vom MDR Rundfunkchor. Grund genug für einen Pfingstausflug in die Rosenhauptstadt.

