
Wir berichteten bereits über die Yaks und die Tahrs in ihrem neuen Umfeld und dem neuen Gehege.
Nun konnten die zwei Gruppen aus dem Hochgebirge bei der Gewöhnung aneinander beobachtet werden.
Bereits Seite an Seite stehen sie im Stall, fressen und spielen miteinander. Neugierig wird der jeweils andere beschnüffelt, oder nochmals nachgeschaut, wer denn nicht doch der Stärkere sei.
Vor rund 5000 Jahren begannen die Bauern im Tibet mit der Züchtung der Hausform des Yaks. Dennoch sind die Tiere nach wie vor recht wild. Es wird zwischen der wilden Art, die heute auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht, und dem in Zentralasien von Menschen gehaltenen Hausyak unterschieden. Die Hausyaks bilden in Zentralasien die Lebensgrundlage vieler Völker, in manchen Regionen sind sie manchmal auch die einzige Alternative zur Sicherung der Lebensgrundlage. Sie liefern neben Milch, Fleisch, Leder, Haar und Wolle auch Kot. Dieser wird getrocknet als Brennstoff verwendet. Zudem werden Yaks als Last- und Reittiere eingesetzt. Sie können gut schnellfließende Gewässer durchschwimmen, sind trittsicher, durchqueren Sumpfgelände und können außerdem gut klettern.
Während die Zahl der Hausyaks in Zentralasien auf etwa 14 Mio. geschätzt wird, sind die Wildyaks vom Aussterben bedroht. Deren Population wird auf weniger als 10.000 Exemplare geschätzt. Die wenigen wildlebenden Tiere stehen verständlicherweise unter Artenschutz. Die Erholung der Yaks dauert auch langsam. Da die Tiere erst mit etwa 2 - 4 Jahren geschlechtsreif werden und dann eine Tragezeit von ca. 270 Tagen haben, dauert alles seine Zeit. Dafür sind die Tiere besonders gut an das raue Klima angepasst. Nässe und Kälte machen ihnen nichts aus. Bis zu minus 40 Grad Celsius können problemlos ertragen werden. Dabei hilft ihnen ein mehrschichtiges Fell aus Deckhaaren, sowie groben und feinen Wollhaaren. Damit sind sie die einzigen Rinder weltweit, die ein solches mehrschichtige Fell besitzen. Beim Haarwechsel verliert das Tier größtenteils nur die Wollhaare. Außerdem sinkt bei großer Kälte die Atemfrequenz auf bis zu sieben Atemzüge pro Minute. Dadurch wird der Wärmeverlust beim Ein- und Ausatmen sehr gering gehalten.
Yaks sind sehr soziale Tiere und bleiben gerne eng beieinander. Gerade beim Weiden bleiben sie in der Nähe der anderen. Im Falle eines Angriffs verteidigt sich die Herde als geschlossene Gruppe und wird daher nur selten Opfer von Raubtieren. Yaks werden außerdem aufgrund ihrer grunzenden Lautäußerungen als „Grunzochsen“ bezeichnet.
Na, auch schon mal von einem Rind angegrunzt worden?